Freizeit 2008

 

In den Sommerferien ist es fast schon Tradition, dass der Turnverein Kröv gemeinsam mit dem TuS Kinheim-Kindel für die Kinder eine Woche lang Ferienspaß pur bietet. Wie jedes Jahr denken sich die Organisatoren ein besonderes Motto aus. In diesem Jahr war es das Mittelalter, das die 65 Kinder eine Woche lang begleitete.Kröv. (red) Mit einer Fanfare wurden sie zu einem vorolympischen Aktivtag aufgerufen. Die Teilnehmer wurden in acht Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe durfte sich eine Nation aussuchen, die sie im folgenden Wettstreit vertrat. Unter den Klängen der jeweiligen Nationalhymne marschierten sie anschließend mit den entsprechenden Fahnen in das "Stadion" ein. Fortan verglichen sich Frankreich, Griechenland, Italien, Türkei, Portugal, Schweiz, Spanien und Deutschland im sportlichen Vergleich. Standweitsprung, Hangeln an einer Stange, Hockey-Zielschießen, Ringwerfen und Felsbrocken-Weitwurf standen auf dem Programm. Bei diesem Wettbewerb gingen alle Mannschaften als Sieger hervor.

Artistik am schwingenden Trapez war nur eine Attraktion des nächsten Tages. Akrobatik, Jonglage und Einrad vervollständigten das Spektakulum. Unterstützung erhielten die Kinder von Profi-Gaukler Christoph Engels, der bühnengerecht zeigte, was man mit einem Einrad und Jonglierbällen alles anstellen kann. Zum Abschluss durften sich alle auf einen riesengroßen Ventilator stellen und hatten so einmal das Gefühl zu fliegen.

Dass das Herstellen von Kleidung im Mittelalter eine Kunst war, lernten die Kinder am darauf folgenden Tag. Aus Betttüchern wurden Kleidungsstücke hergestellt, gefärbt und individuell bemalt. Wie gut selbst gemachtes Brot schmeckt, war ebenfalls eine neue Erfahrung. Im Anschluss erwartete die Kinder eine weitere Attraktion, die heute nicht mehr alltäglich ist. Ein Schmied konnte beim Beschlagen eines Pferdes beobachtet werden. Als Andenken bekam jeder ein Hufeisen.

In der Schreinerei Schnitzius ging es im Verzeichnis der traditionellen Berufsgruppen weiter. Weitere Programmpunkte waren ein Dorfquiz, der leibhaftige Ritter "Gerhard von Vondern", der in vollem Ornat Waffen, Schilde und Rüstungen vorstellte, Bogenschießen, Lanzenstechen, Keulenzielwerfen oder Kirschkernspucken. Am vorletzten Tag ging es zur Jagdhütte der Gemeinde Kröv. Mit dem Bau von Burgen, die dann gegen die "bösen Nachbarn" verteidigt werden mussten, verging ein schöner Tag. Zur Abschlussveranstaltung gab es ein buntes Programm, mit einem Tanz aus dem Mittelalter, Reiterkämpfen, Sockenringkämpfen und Mannschaftsspielen.